
Fazit aus den Bezirksversammlungen
Der Informations- und Gesprächsbedarf der Branche ist hoch, insbesondere aktuell zur elektronischen Pflanzenschutzdokumentation und dem Landesgaststättengesetz.
von WVW erschienen am 23.03.2026Großes Interesse an Austausch und Information prägte die diesjährigen Bezirksversammlungen des Weinbauverbandes. Zu den insgesamt sechs Veranstaltungen kamen mehr als 600 Winzerinnen und Winzer aus dem gesamten Verbandsgebiet zusammen. Damit lag die Teilnehmerzahl spürbar über dem Niveau der Vorjahre. Für Weinbaupräsident Dietrich Rembold ist das ein ermutigendes Signal: Viele Betriebsinhaberinnen und Betriebsinhaber setzen sich aktiv mit der aktuellen Situation ihrer Betriebe auseinander und nutzen die Versammlungen, um Informationen aus erster Hand zu erhalten und sich untereinander auszutauschen.
Großes Interesse an verlässlichen Informationen
Angesichts der zahlreichen Herausforderungen im Weinbau legte der Verband bei der Tagesordnung besonderen Wert auf eine fundierte Einordnung der aktuellen Förderprogramme sowie auf die Darstellung der politischen Forderungen des Berufsstandes. Dabei wurde deutlich, wie wichtig verlässliche Rahmenbedingungen und zielgerichtete Unterstützung für die Betriebe sind.
Ein weiterer Schwerpunkt der Versammlungen lag auf aktuellen Informationen aus der Weinbauberatung, vorgestellt von Philipp Mayer, Markus Werner und Roland Zipf. Großes Interesse fand zudem das Thema Weintourismus, vorgestellt durch Mara Braun (LVWO). Gerade für Direktvermarkter, Kellereien und Traubenerzeuger eröffnen sich hier zunehmend Chancen, zusätzliche Wertschöpfung zu generieren. Die Versammlungen zeigten auf, welche oftmals noch unterschwelligen Möglichkeiten in diesem Bereich bestehen und wie Betriebe diese Potenziale stärker nutzen können. Beispielsweise durch Kooperationen, Veranstaltungen oder neue touristische Angebote rund um den Wein.
Ein weiterer Programmpunkt war der Bericht der Schutzgemeinschaft g.U. Württemberg. Vertreter der Organisation informierten über aktuelle Beschlusslagen sowie über den Stand laufender Änderungsanträge. Dabei ging es insbesondere um Entwicklungen innerhalb der Herkunftsregelungen und deren Bedeutung für die Betriebe im Anbaugebiet.
Die Bezirksversammlungen machten deutlich: Der Informations- und Gesprächsbedarf innerhalb der Branche ist hoch, insbesondere aktuell zum Thema elektronische Pflanzenschutzdokumentation und Landesgaststättengesetz.

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