Klimaanpassung und Infektionsschutz
Forscher wollen der Weinrebe dichteres Haar anzüchten
Eine innovative Methode der Geneditierung soll in nur wenigen Jahren zu transgenfreien, dicht behaarten Eliteweinreben führen. Denn die Blatthaare helfen bei der Klimaanpassung – und sie schützen vor Falschem Mehltau.
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Haare haben vielfältige Funktionen: Sie schützen vor Hitze, Kälte und Nässe und bilden zugleich eine physische Barriere. Das gilt nicht nur für das menschliche Haupthaar, sondern auch für pflanzliche Blatthaare. Eliteweinreben allerdings haben ein Problem, das vor allem ältere Männerköpfe kennen: Ihre Behaarung ist zu dünn, um diese Schutzfunktionen zu erfüllen. Dies wollen Wissenschaftler am Julius Kühn Institut und am Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie ändern – im gemeinsamen Forschungsprojekt VilHair. Ihr Ansatz: Über einen transgenen Wurzelstock werden Geneditierungsfaktoren per Pfropfung in den Edelreis transportiert und dort gezielt Gene für die Blattbehaarung verändert. Der resultierende Edelreis ist...



